Gemeinderat Bovenden beschließt Resolution zur Vermeidung eines Verkehrsinfarkts
Mit Blick auf mehrere großräumige Infrastrukturprojekte im Zeitraum 2026 bis 2030 warnen die Fraktionen und Gruppen im Gemeinderat des Flecken Bovenden vor massiven Verkehrsbelastungen für die Bevölkerung und das Umland. In einer gemeinsamen Resolution fordern sie eine enge zeitliche Koordinierung der geplanten Baumaßnahmen, um einen drohenden Verkehrsinfarkt zu verhindern.
Konkret geht es um drei umfangreiche Projekte:
- die Sanierung der B27-Brücke in Göttingen-Weende (Zubringer zur A 7),
- die Erneuerung des Radwegs zwischen Bovenden und Weende entlang der alten B 3,
- sowie Maßnahmen am B3-Tunnel im Flecken Bovenden.
Alle Vorhaben sollen nach bisheriger Planung in einem engen Zeitfenster zwischen 2026 und 2030 umgesetzt werden. Die hierfür vorgesehenen Umleitungsstrecken führen überwiegend durch die Ortsmitte von Bovenden sowie über Lenglern in Richtung Kassel. Besonders besorgt zeigen sich die Fraktionen hinsichtlich der zusätzlichen Belastungen für Anwohnerinnen und Anwohner, darunter viele Schul- und Kindergartenkinder.
„Wir dürfen nicht zulassen, dass gleich mehrere Großprojekte gleichzeitig den Verkehr durch unseren Ort lenken und damit die Lebensqualität der Menschen massiv beeinträchtigen“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung der antragstellenden Fraktionen.
Um dies zu verhindern, fordert der Gemeinderat die jeweils zuständigen Behörden auf, kurzfristig Gespräche über eine verbindliche zeitliche Abstimmung der Bauvorhaben aufzunehmen. Ziel ist es, parallele Verkehrsbelastungen zu vermeiden und die Auswirkungen auf Bürgerinnen und Bürger, Pendlerinnen und Pendler sowie Verkehrsteilnehmende insgesamt so gering wie möglich zu halten.
Die Gemeindeverwaltung wird beauftragt, die Resolution an die zuständigen Stellen weiterzuleiten.
Getragen wird die Resolution von Vertreterinnen und Vertretern aller im Rat vertretenden Parteien: den Freien Wählern, FDP, Bündnis 90/Die Grünen sowie der Gruppe SPD/CDU Bovenden Bündnis.